Loading...

LEUCHTPUNKTE DER BIOLOGISCHEN VIELFALT IM WEINANBAUGEBIET MOSEL

Die Leuchtpunkte sind vor Ort beschildert. Über einen QR-Code gelangt der Besucher zu weiterführendenden Informationen, die Winzer, Einheimische, Gäste, Wein- und Naturinteressierte über die Besonderheiten der exponierten Lagen informieren. Im Lauf der Jahre entsteht eine Sammlung von fachlich beschriebenen „Leuchtpunkten“, welche den besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten aufweisen - sie sind unsere Schatzkästen der Weinkulturlandschaft.


Um mehr zu erfahren, klicken Sie auf den Namen des Leuchtpunktes.

Wawerner Jesuitenberg

Die Lage Wawerner Jesuitenberg ist eine kleinräumige, südexponierte Weinlage an der Saar. Sie wird vom Weingut Dr. Frey bewirtschaftet. Der seit 1889 bestehende Familienbetrieb hat sich auf die Produktion von Biowein spezialisiert.

Die Lage wird oberhalb von einer Trockenmauer begrenzt, die im vorletzten Jahrhundert vorwiegend aus Schieferbruchsteinen errichtet wurde. Stellenweise ist sie mit Kalkmörtel verputzt und aufgesetzt worden.

mehr
Galerie

Nitteler Fels

Die imposante Nitteler Felswand ist die Landmarke der Obermosel. Zusammen mit den vorgelagerten Weinbergsteillagen und dem mediterranen Klima bietet er einer Vielzahl an Orchideenarten, seltenen Fledermäusen oder gefährdeten Reptilien einen ganz besonderen Lebensraum.

Das liegt auch daran, dass der Dolomitfels mit 20 m Höhe und fast einem Kilometer Länge im ganzen Moseltal einzigartig ist. So ist der „Nitteler Fels“ zu Recht Leuchtpunkt der Artenvielfalt unter dem Motto „Rekord-Verdächtig“.

mehr
Galerie

Trittenheimer Fährfels

Der Trittenheimer Fährfels liegt gegenüber dem Winzerdorf Trittenheim. Am Fuße des Prallhangs diente er jahrhundertelang als Anlegestelle für die Fähre. Auf den historischen Weinbergsterrassen wachsen die Spitzenweine der Lagen Trittenheimer Apotheke und Trittenheimer Leiterchen. Zwei römische

Sandstein-Sarkophage eines römischen Weinbergsbesitzers aus dem 4. Jahrhundert, die in dem Steilhang entdeckt wurden, belegen, dass an der Mosel seit mehr als 1500 Jahren Wein angebaut wird.

mehr
Galerie

Piesporter Moselbogen

Wie ein riesiges Amphitheater öffnet sich der Piesporter Moselbogen gen Süden und beeindruckte bereits den römischen Gelehrten Ausonius. Das herausragende Element des gesamten Ensembles stellt die Moselloreley dar, deren Felsen direkt in die Mosel reichen. Im Zusammenspiel zwischen der natürlichen Vielfalt der Standorte und einer Jahrtausende währenden Weinbaukultur haben hier viele hunderte Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum gefunden, von denen so manche als selten und gefährdet gelten.

Damit schlägt der Moselmäander wie kein anderer einen „Rekord-Verdächtigen“ Bogen zwischen Mensch und Natur. Ein leuchtendes Beispiel für eine intakte Weinkulturlandschaft.

mehr
Galerie

Video Video Video

ERDENER PRÄLAT/TREPPCHEN

Erdener Prälat und Erdener Treppchen sind zwei sehr berühmte Weinlagen am Steilhang der Mittelmosel: hier wachsen Spitzenweine. Am Fuß des Weinbergs auf etwa 100 Meter Meereshöhe befindet sich eine restaurierte Kelteranlage aus römischer Zeit.

Sie belegt, dass bereits vor 2000 Jahren hier Reben kultiviert wurden.

mehr
Galerie

Video Video Video

Mesenicher Steinreichskäpp

Der Leuchtpunkt Mesenicher Steinreichskäpp liegt in der Gemarkung Mesenich. Der Moselsteig kreuzt den Weinberg auf halber Höhe. Wer durch die Weinlage Mesenicher Goldgrübchen läuft, dem fällt ein circa zweieinhalb

Meter hoher Kopf auf, der vor einer Trockenmauer steht.

mehr
Galerie

Lehmener Würzlay - Herzstück Razejungewingert

Die große biologische Vielfalt der Lehmener Würzlay fokussiert sich wie das Licht in einem Brennglas im Razejungewingert. Damit entsteht ein wirklich „rekord-verdächtiger“ Leuchtpunkt der Lebendigen Moselweinberge in einer historischen Weinbaulandschaft mit ganz vielschichtigen Lebensraumstrukturen.

Rekordverdächtig ist dabei auch das Vorkommen von überaus seltenen Arten unterschiedlicher Tiergruppen wie die Rotflügelige Ödlandschrecke, der Apollofalter oder der Wespenbussard. Genauso wie das Engagement der Lehmer Razejungen für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser wunderbaren Kulturlandschaft.

mehr
Galerie

Licht aus, Spot an! Was uns die nächsten Jahre erwartet

Mit der Initiative „Lebendige Moselweinberge“ fördert das DLR Mosel die Artenvielfalt in den Weinbergen im Anbaugebiet Mosel. Ziel ist die
Stärkung der Identifikation der Menschen in der Region mit dem Naturraum und der besonderen Flora und Fauna. Im Rahmen dieser Initiative werden „Leuchtpunkte der biologischen Vielfalt“ ausgewiesen. Diese sind Orte mit einer besonders hohen Dichte an charakteristischen Arten, Populationen und Lebensräumen. Naturerlebnisbegleiter wählen jeweils ein gutes Beispiel anhand festgelegter Kriterien für die Bereiche Ober-, Mittel- und Untermosel aus.
So vielfältig wie Flora und Fauna sind auch die Besonderheiten der Flusslandschaft als Lebensraum. Deshalb ist es notwendig Schwerpunkte der Betrachtung zu bilden.

2017 Stein-Reich

In 2017 lautet der Themenschwerpunkt „stein-reich“. Er steht für die Vielfalt der Lebensräume,
die Steine formen. Als Leuchtpunkt ausgewählt wurde für den Bereich Obermosel, Saar, Ruwer eine 130 Meter lange Trockenmauer in Wawern (Kreis Trier-Saarburg), für den Bereich Mittelmosel der Fährfels in Trittenheim (Kreis
Trier-Saarburg) und für den Bereich der Terrassenmosel die Steinreiche – auch Steinräusche genannt – bei Mesenich (Kreis Cochem-Zell).

2018 Rekord-Verdächtig

Das Moseltal zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Tier- und Pflanzenarten auf engstem Raum aus. Daher steht die Auswahl der
Leuchtpunkte in 2018 unter dem Motto „rekord-verdächtig“. Gesucht werden einzigartige Flussabschnitte, die ideale Lebensbedingungen für bedrohte Arten bieten. Das können z.B. Steilhänge, Bruchkanten, Flussauen und Mäander sein. Die Landschafts- und
Lebensformen entlang der Mosel sind sehr unterschiedlich. Ihnen gemeinsam ist die Entstehung aus der Symbiose zwischen dem Menschen als Bewirtschafter und Tourist und den Tieren und Pflanzen.

2020 Mauer-Landschaften

Erst nach dem Bau von landschaftsprägenden historischen Trockenmauern in Weinbergen
war in vielen Bereichen der Prallhänge im Weinanbaugebiet Mosel Weinbau überhaupt möglich. Das Jahr 2020 steht im Zeichen dieser Landschaftshistorie und zeigt, dass durch Trockenmauern Lebensräume in vielfältiger Weise entstanden sind. Von der Schlingnatter bis zur Ödlandschrecke reicht die Bandbreite der
Arten. Als Leuchtpunkt gesucht werden historische Trockenmauern, Terrassen und Baukörper in der Landschaft, die nicht nur bedrohten Arten einen Lebensraum bieten, sondern auch ein Zeugnis des historischen Weinbaues geben.

2021 Natur-Mensch

Es sind die Vereine, Gemeinden und vor allem Winzer, die mit ihrem Engagement und ihrer Arbeit in den Weinbergen Biotope schaffen oder erhalten. Sie
  • legen artenreiche Krautsäume, Blühstreifen an
  • stellen Felsen, Mauer, Weinbergsterrassen frei
  • bauen Weinbergsmauern neu oder sanieren alte
  • begrünen Rebflächen/-zeilen artenreich und bunt
  • stellen Insektenhotels und andere Lebensraumhilfen auf
  • berichten darüber auf ihrer Homepage, führen Gäste und Kunden durch lebendige Moselweinberge, informieren in Gästezimmern, Straußwirtschaften und Weinstuben
  • verlinken www.lebendige-moselweinberge.de auf ihrer Homepage
Dieses Engagement soll beispielhaft herausgestellt und mit der Bezeichnung „Natur-Mensch“ gewürdigt werden. Diese verstehen Artenschutz ganzheitlich und setzen sich sichtbar für Artenvielfalt in ihren Weinbergen ein.

LEUCHTPUNKTE 2019 SCHLOSS-BERGE

Zahlreiche Burgen, Kapellen und Gemäuer thronen über der Mosel. Sie sind Zeugnis einer lebendigen Geschichte im Flusstal. Gesucht werden kulturelle und sakrale Bauten, die für die Vielfalt und das Zusammenspiel von Mensch und Natur im Flusstal stehen. Diese anthropogenen Zeichen unserer jahrtausendealten Kultur bieten oft einzigartige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Diese sollen im Mittelpunkt der neuen Leuchtpunkte 2019 stehen. Wo hat der Mensch besondere Standorte geschaffen, die sich Flora und Fauna über lange Zeiträume zurückerobert haben? Eulen in Türmen, Mauergewächse auf Ruinen, verwilderte Gärten um Kirchen, Fledermäuse in Dachstühlen, … .

Diese Besonderheiten der Lebendigen Moselweinberge wollen wir mit unseren Gästen teilen. Diese sollen erleben, wie besonders und vielfältig sich die Landschaft darstellt.
Sie, liebe Natur-Erlebnisbegleiter, zeigen uns auf, wo an der Mosel „Schloss-Berge“ am hellsten strahlen.

Nehmen Sie sich Zeit, bereisen Sie in Gedanken Ihren Abschnitt Mosel und schreiben uns auf, welcher Leuchtpunkt am besten den Weg zu den Lebendigen Moselweinbergen weist.

Die Kriterien geben wir Ihnen in der beigefügten Tabelle an die Hand. Dabei wollen wir neben einer fachlich begründeten Einschätzung auch Ihre Emotionen, die Sie damit verbinden. Schließlich sollen sie als Naturerlebnisbegleiter unseren Gästen die Leuchtpunkte näher bringen und eine Brücke zu den Lebendigen Moselweinbergen schlagen.

Wir teilen die Mosel in drei Abschnitte:
1. Abschnitt: Mosellauf von Perl bis Kenn mit Saar und Ruwer
2. Abschnitt: Mosellauf von Schweich bis Reil
3. Abschnitt: Mosellauf von Pünderich bis Koblenz

Bitte machen Sie nur Vorschläge aus dem Abschnitt, in dem Sie leben oder Ihre Führungen anbieten. Jeder von Ihnen nur für einen Abschnitt.

Die Vorschläge für die Leuchtpunkte 2019 werden in einem gemeinsamen „Abschnitts“-Treffen besprochen. Dort wollen wir festlegen, welche Leuchtpunkte das Jahr 2019 erhellen.

Begeben Sie sich auf die Reise, tauchen Sie ein in die Faszination der Lebendigen Moselweinberge und sagen Sie uns bis zum 30. Juli 2018 welcher Leuchtpunkt Sie am stärksten beeindruckt. Mehr (hier kommt der Kriterienkatalog)
mehr