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LEUCHTPUNKTE DER BIOLOGISCHEN VIELFALT IM WEINANBAUGEBIET MOSEL

Die Leuchtpunkte sind vor Ort beschildert. Über einen QR-Code gelangt der Besucher zu weiterführendenden Informationen, die Winzer, Einheimische, Gäste, Wein- und Naturinteressierte über die Besonderheiten der exponierten Lagen informieren. Im Lauf der Jahre entsteht eine Sammlung von fachlich beschriebenen „Leuchtpunkten“, welche den besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten aufweisen - sie sind unsere Schatzkästen der Weinkulturlandschaft.


Um mehr zu erfahren, klicken Sie auf den Namen des Leuchtpunktes.

Mesenicher Steinreichskäpp

Der Leuchtpunkt Mesenicher Steinreichskäpp liegt in der Gemarkung Mesenich. Der Moselsteig kreuzt den Weinberg auf halber Höhe. Wer durch die Weinlage Mesenicher Goldgrübchen läuft, dem fällt ein circa zweieinhalb

Meter hoher Kopf auf, der vor einer Trockenmauer steht.

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ERDENER PRÄLAT/TREPPCHEN

Erdener Prälat und Erdener Treppchen sind zwei sehr berühmte Weinlagen am Steilhang der Mittelmosel: hier wachsen Spitzenweine. Am Fuß des Weinbergs auf etwa 100 Meter Meereshöhe befindet sich eine restaurierte Kelteranlage aus römischer Zeit.

Sie belegt, dass bereits vor 2000 Jahren hier Reben kultiviert wurden.

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Trittenheimer Fährfels

Der Trittenheimer Fährfels liegt gegenüber dem Winzerdorf Trittenheim. Am Fuße des Prallhangs diente er jahrhundertelang als Anlegestelle für die Fähre. Auf den historischen Weinbergsterrassen wachsen die Spitzenweine der Lagen Trittenheimer Apotheke und Trittenheimer Leiterchen. Zwei römische

Sandstein-Sarkophage eines römischen Weinbergsbesitzers aus dem 4. Jahrhundert, die in dem Steilhang entdeckt wurden, belegen, dass an der Mosel seit mehr als 1500 Jahren Wein angebaut wird.

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Wawerner Jesuitenberg

Die Lage Wawerner Jesuitenberg ist eine kleinräumige, südexponierte Weinlage an der Saar. Sie wird vom Weingut Dr. Frey bewirtschaftet. Der seit 1889 bestehende Familienbetrieb hat sich auf die Produktion von Biowein spezialisiert.

Die Lage wird oberhalb von einer Trockenmauer begrenzt, die im vorletzten Jahrhundert vorwiegend aus Schieferbruchsteinen errichtet wurde. Stellenweise ist sie mit Kalkmörtel verputzt und aufgesetzt worden.

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Licht aus, Spot an! Was uns die nächsten Jahre erwartet

Mit der Initiative „Lebendige Moselweinberge“ fördert das DLR Mosel die Artenvielfalt in den Weinbergen im Anbaugebiet Mosel. Ziel ist die
Stärkung der Identifikation der Menschen in der Region mit dem Naturraum und der besonderen Flora und Fauna. Im Rahmen dieser Initiative werden „Leuchtpunkte der biologischen Vielfalt“ ausgewiesen. Diese sind Orte mit einer besonders hohen Dichte an charakteristischen Arten, Populationen und Lebensräumen. Naturerlebnisbegleiter wählen jeweils ein gutes Beispiel anhand festgelegter Kriterien für die Bereiche Ober-, Mittel- und Untermosel aus.
So vielfältig wie Flora und Fauna sind auch die Besonderheiten der Flusslandschaft als Lebensraum. Deshalb ist es notwendig Schwerpunkte der Betrachtung zu bilden.

2017 Stein-Reich

In 2017 lautet der Themenschwerpunkt „stein-reich“. Er steht für die Vielfalt der Lebensräume,
die Steine formen. Als Leuchtpunkt ausgewählt wurde für den Bereich Obermosel, Saar, Ruwer eine 130 Meter lange Trockenmauer in Wawern (Kreis Trier-Saarburg), für den Bereich Mittelmosel der Fährfels in Trittenheim (Kreis
Trier-Saarburg) und für den Bereich der Terrassenmosel die Steinreiche – auch Steinräusche genannt – bei Mesenich (Kreis Cochem-Zell).

2018 Rekord-Verdächtig

Das Moseltal zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Tier- und Pflanzenarten auf engstem Raum aus. Daher steht die Auswahl der
Leuchtpunkte in 2018 unter dem Motto „rekord-verdächtig“. Gesucht werden einzigartige Flussabschnitte, die ideale Lebensbedingungen für bedrohte Arten bieten. Das können z.B. Steilhänge, Bruchkanten, Flussauen und Mäander sein. Die Landschafts- und
Lebensformen entlang der Mosel sind sehr unterschiedlich. Ihnen gemeinsam ist die Entstehung aus der Symbiose zwischen dem Menschen als Bewirtschafter und Tourist und den Tieren und Pflanzen.

2019 Schloss-Berge

Zahlreiche Burgen, Kapellen und Häuser thronen über der Mosel. Sie sind Zeugnis einer lebendigen
Geschichte im Flusstal. Gesucht werden aber nicht nur Schlösser und Burgen, sondern kulturelle und sakrale Bauten, die für die Vielfalt und Koexistenz von Mensch und Natur im Flusstal stehen. Diese anthropogenen Zeichen
unserer jahrtausendealten Kultur bieten oft einzigartige Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen, wie Fledermäuse und Hauswurz.

2020 Mauer-Landschaften

Erst nach dem Bau von landschaftsprägenden historischen Trockenmauern in Weinbergen
war in vielen Bereichen der Prallhänge im Weinanbaugebiet Mosel Weinbau überhaupt möglich. Das Jahr 2020 steht im Zeichen dieser Landschaftshistorie und zeigt, dass durch Trockenmauern Lebensräume in vielfältiger Weise entstanden sind. Von der Schlingnatter bis zur Ödlandschrecke reicht die Bandbreite der
Arten. Als Leuchtpunkt gesucht werden historische Trockenmauern, Terrassen und Baukörper in der Landschaft, die nicht nur bedrohten Arten einen Lebensraum bieten, sondern auch ein Zeugnis des historischen Weinbaues geben.

2021 Natur-Mensch

Es sind die Vereine, Gemeinden und vor allem Winzer, die mit ihrem Engagement und ihrer Arbeit in den Weinbergen Biotope schaffen oder erhalten. Sie
  • legen artenreiche Krautsäume, Blühstreifen an
  • stellen Felsen, Mauer, Weinbergsterrassen frei
  • bauen Weinbergsmauern neu oder sanieren alte
  • begrünen Rebflächen/-zeilen artenreich und bunt
  • stellen Insektenhotels und andere Lebensraumhilfen auf
  • berichten darüber auf ihrer Homepage, führen Gäste und Kunden durch lebendige Moselweinberge, informieren in Gästezimmern, Straußwirtschaften und Weinstuben
  • verlinken www.lebendige-moselweinberge.de auf ihrer Homepage
Dieses Engagement soll beispielhaft herausgestellt und mit der Bezeichnung „Natur-Mensch“ gewürdigt werden. Diese verstehen Artenschutz ganzheitlich und setzen sich sichtbar für Artenvielfalt in ihren Weinbergen ein.

Faszination Mosel - neue Sterne gehen auf…

Die Landschaft, der Fluss, der Wein und die Menschen. Alles zusammen bildet diese Einzigartigkeit, eine Kombination von Sehen, Spüren und Schmecken. Sehen was diese Landschaft für uns bereithält. Spüren was die Menschen uns an Emotionen vermitteln. Schmecken was Weinkeller und regionale Küche uns zu bieten haben, eine komplexe Erfahrung.
Das wollen wir mit unseren Gästen teilen. Diese sollen erleben, wie besonders und vielfältig sich die Landschaft darstellt. Dabei zeigen Leuchtpunkte den Weg und Sie, liebe Natur-Erlebnisbegleiter, zeigen uns auf, wo an der Mosel diese Leuchtpunkte am hellsten strahlen. Sie erarbeiten die Vorschläge für einen Teilbereich des Moseltales.
Nehmen Sie sich Zeit, bereisen Sie in Gedanken Ihren Abschnitt Mosel und schreiben uns auf,
welcher Leuchtpunkt nach Ihrer Meinung am stärksten in der Landschaft leuchtet.
Die Kriterien geben wir Ihnen in der beigefügten Tabelle an die Hand. Dabei wollen wir keine fachlich begründete Meinung. Ihre Einschätzung, die Emotionen, die Sie damit verbinden, sind uns wichtig. Schließlich sollen sie als Natur-Erlebnisbegleiter die Leuchtpunkte mit der Weinkulturlandschaft unseren Gästen näher bringen und damit eine Brücke schlagen.

Wegen der Vielzahl teilen wir die Mosel in drei Abschnitte
1. Abschnitt: Mosellauf von Perl bis Kenn mit Saar und Ruwer
2. Abschnitt: Mosellauf von Schweich bis Reil
3. Abschnitt: Mosellauf von Pünderich bis Koblenz
Bitte machen Sie nur Vorschläge aus dem Abschnitt, in dem Sie leben oder Ihre Führungen anbieten. Jeder von Ihnen nur für einen Abschnitt. Die Vorschläge werden in einem gemeinsamen „Abschnitts-“ Treffen am 23.02. in
Trier für den 1. Abschnitt, am 02.03. in Bernkastel-Kues für den 2. Abschnitt und am 07.03. in Löf für den 3. Abschnitt besprochen. Wir treffen uns jeweils um 18.00 Uhr. Dort wollen wir festlegen, welcher Leuchtpunkt das Jahr 2017 erhellt.

Am 04.04.2017 wird dieser dann auf dem Moselkongress von Ihrer Gruppe vorgestellt. Eine fachliche Beschreibung dazu lassen wir erstellen. Ein zeitlich ambitioniertes Vorhaben. Daher erwarten wir Ihre Rückmeldung bis zum 17. Februar 2017 an Martina Engelmann-Hermen (martina.engelmann-hermen@dlr.rlp.de)

Begeben Sie sich auf die Reise, tauchen Sie ein in die Faszination der Mosel und sagen Sie uns, welcher Leuchtpunkt Sie am stärksten berührt und beeindruckt.
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